Stillen ermöglicht eine ganz enge Beziehung zum Kind, die bei einem besonders aussehenden Kind tragend für das ganze Leben ist. Eine Mutter sagte: “Wenn das Kind an der Brust trinkt, sieht es wie jedes andere Stillkind aus. Die Spalte sehe ich gar nicht."
Stillen kann Ihnen helfen, Ihr Kind leichter anzunehmen und ist demnach für alle Beteiligten Therapie!
Regina Masaracchia: Wie lange arbeitest du schon als IBCLC und wie oft wird durchschnittlich ein Baby mit Spaltbildung in deiner Klinik geboren?
Christa Herzog-Isler: Seit 20 Jahren arbeite ich als IBCLC, ebenso lange betreue ich die Eltern mit einem Kind mit einer Spalte. Aus Luzern und Umgebung werden jährlich ca. 10 bis 20 Neugeborene mit Spalte im Spaltteam aufgenommen.
Wie betreust du die Eltern mit ihren Kindern?
Wird die Spalte im Ultraschall vorgeburtlich erkannt, nehme ich mit den Eltern bereits in der Schwangerschaft Kontakt auf. Mein großes Anliegen, das in Ruhe besprochen werden kann, ist das Bonding nach der Geburt. Die Hebammen stellen sich vorher darauf ein und lassen die Kinder für lange Zeit nackt auf dem Körper der Mutter. Nach der Geburt werden die Kinder zu uns ins Luzerner Kinderspital verlegt. Dort betreue ich Mutter und Kind beim Ernährungsbeginn, dem Abpumpen, dem Umgang mit der Gaumenplatte etc.
Nach dem Wochenbett sehe ich die Kinder regelmäßig in der Spaltsprechstunde, die Eltern können mich auch jederzeit anrufen.
Mit 6 Monaten werden die Kinder vom Kieferchirurgen Dr.Dr. Johannes Kuttenberger operiert. Wiederum bin ich dabei, wenn es um die ersten Trinkversuche nach der Operation geht. Oft können dann Kinder gestillt werden, deren Mütter bis dahin abgepumpt hatten. Alle Ernährungsformen kommen aber in Frage. Die einen Kinder trinken mit der Flasche, die andern beginnen mit Brei, andere mögen bis zur Entfernung der Fäden gar nicht trinken.
Was macht deiner Meinung nach eine kompetente Hilfe bezüglich des Stillens bei LKG in der Klinik aus?
Es braucht EINE Person, die verantwortlich ist für den Beginn. Sie gehört zum Spaltteam, übernimmt einen grossen psychologischen Anteil und ist idealer weise Stillfachfrau d.h. IBCLC/ Hebamme/ Logopädin etc. ist Verbindungsfrau zwischen dem Personal auf den Abteilungen, den Eltern, dem Chirurgen. Bei einer retrospektiven Befragung der Eltern war klar, dass die Eltern so schnell wie möglich ein Gespräch mit dem Chirurgen wünschen und EINE Bezugsperson mit Ernährungserfahrung bevorzugen.
Wie viele Frauen, die stillen wollen, schaffen es zu stillen (auch Teilstillen)?
Es ist mein ganz grosses Anliegen, die Vorstellungen des Stillens von einem Kind mit Spalte realistisch darzustellen.
Da die Kinder auch mit einer Gaumenplatte kein Vakuum aufbauen können, ist das Stillen wirklich eine Herausforderung und mit viel Geduld verbunden. Wenn von gestillten Spaltkindern die Rede ist, sind dies Kinder, die einen Teil gestillt werden und die Mutter zusätzlich Muttermilch abpumpt. Die Kinder profitieren dann einerseits vom Teilstillen (Muskelaufbau) und von den immunologischen Vorteilen der Muttermilch. Wenn diesen Kindern der Gaumen frühzeitig mit 6 Monaten verschlossen wird, ist die Chance für Mutter und Kind, noch eine ganz normale Stillzeit zu erleben gross.
Immer spielt das Umfeld eine grosse Rolle:
Frühere Stillerfahrung
Beschaffenheit der Mamillen
Milchmenge
Ältere Geschwister
ZEIT, ZEIT, ZEIT
Wenn das Stillen nicht gelingt, dann hat diese Mutter ebenso das Recht auf eine hervorragende Ernährungsberatung. Inzwischen nenne ich mich darum auch Ernährungsfachfrau für Kinder mit einer Lippen- und Gaumenspalte, statt Still- und Laktationsberaterin IBCLC.
Bei meiner Untersuchung, waren:
30% der Kinder gestillt (teilgestillt) alle Spaltformen vertreten
20% künstlich ernährt
50% bekamen abgepumpte Muttermilch
Hilft das Stillen, deiner Meinung nach, den Eltern, mit einem Kind mit Spalte, schneller eine positive Beziehung zum Kind aufzubauen?
Stillen ermöglicht eine ganz enge Beziehung zum Kind, die bei einem besonders aussehenden Kind tragend für das ganze Leben ist. Eine Mutter sagte: “Wenn das Kind an der Brust trinkt, sieht es wie jedes andere Stillkind aus. Die Spalte sehe ich gar nicht."
Liebe Christa, danke für das Interview!
Info: Artikel von Herzog-Isler, Christa „Stillen- «Bodybuilding» für Kiefer-und Sprechentwickung“, S. 42-46, aus HABITS, Eine interdisziplinäre Annäherung, Lutschen-Saugen-Beissen, Fehlfunktionen, Ätiologie und Genese von orofazialen Dyskinesien, Hg. Susanne Codoni, Schriftenreihe des Arbeitskreises für Myofunktionelle Therapie e.V.-Gesellschaft fuer Dyskinesien, 1994
Regina Masaracchia: Liebe Anna, bitte stelle Dich kurz vor.
Anna Rockel-Loenhoff: Ich bin deutsche Hebamme und Ärztin, zumeist im Ruhrgebiet (aber nicht nur da) tätig. Ich habe sowohl Klinikgeburtshilfe gelernt und geleistet, als auch seit fast dreißig Jahren Hausgeburten durchgeführt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Überdies bin ich Bildungsbeauftragte des European Institute of Midwifery (EIM) und gebe Seminare im gesamten deutschsprachigen Raum. Ich habe selbst dreimal gut und eigenständig geboren. (Frage: Was ist "gut"? Antwort: Möglichst unverletzt und befriedigend für mich selbst.)
Hat die Spalte Auswirkungen auf den Geburtsverlauf?
Die Spalte hat keine Auswirkungen auf den Geburtsverlauf. Begleitprobleme sind nahezu unbekannt. D. H. die Kinder haben in aller Regel keine weiteren Probleme. Die Schwierigkeit liegt nur in der Nahrungsaufnahme, die assistiert werden kann. Unabhängig vom Ort der Entbindung.
Muss eine Mutter, die sich bei einer praediagnostizierten Spaltfehlbildung ihre Kindes für eine Hausgeburt entschieden hat, perinatal besonders begleitet werden?
Wenn eine Fehlbildung beim Ungeborenen diagnostiziert wird, ist es sicher hilfreich, wenn eine Vertrauens-Fachperson die Eltern bei der Trauer und Annahme des Problems empathisch begleitet.
Welche Vorteile hat eine Hausgeburt in diesem Fall?
Die Versorgung des Kindes kann auch durch einen Arzt oder anderen Plattenanpasser, der nachhause kommt, gewährleistet werden. Zusätzlich bedeutet die Betreuung durch eine einzige Hebamme ein Maß an Information, welches reicht, weil es alltagsangepasst ist. Das Verbleiben in der häusliche Umgebung fördert die Gesundheit (Senkung des Krankheitsgefühls).
Was würde passieren, wenn bei einer Hausgeburt ein Baby mit einer Fehlbildung geboren würde, die vorher unbekannt war?
Das gleiche, nur mit m. E. weniger Aufregung als im diagnostizierten Fall. Das hängt damit zusammen, dass die Liebes- und Aufnahmebereitschaft beider Eltern direkt nach einer selbstbewältigten Geburt besonders hoch sind.
Hast Du selber Erfahrungen mit Babys, die mit einer Spaltfehlbildung sammeln können?
Ja, allerlei Variationen, einseitig, beidseitig, nur mit Beteiligung des weichen Gaumens (bei einer Chromosomen-Abweichung). Alle Kinder sind gut geboren und nach Überwindung der anfänglichen Schwierigkeiten gut gediehen.
Wie hat das Stillen geklappt?
Das Stillen hängt stark davon ab, wie sehr die betreuende Hebamme selbst daran glaubt, dass das geht. Bei vielen Betreuungspersonen, wie das in der Klinik üblich ist, gibt es immer auch Skeptiker und Informationsverhakungen.
Ich hatte das Glück, in meiner Ausbildung einen relativ unverkranpften Bezug zu Stillen und Spalte mitzukriegen, durch einen versierten Kinderarzt, der uns Unterricht gab. "Die Operation ist möglicherweise schwierig, das Stillen nicht."
Im Nachhinein betrachtet, scheint es mir fast so, als hätten meine Problemkind-Mütter alle eher länger gestillt, so etwa ein Jahr lang. Es ist etwas, was ein Mutter für ihr Kind tun kann. Stillen tröstet gut. Beide.
Liebe Anna, danke für das Interview!
Kontakt:
www.elternkindpraxis.de
Liebe Elke, bitte stelle Dich kurz vor!
Ich bin Mutter von zwei nichtgestillten und einem langzeitgestillten Kind und Großmutter einer nichtgestillten Enkeltochter. Seit über 28 Jahren bin ich stillberatend tätig, zunächst als La Leche Liga-Beraterin, dann als IBCLC. Ich bin Mitglied in der Nationalen Stillkommission seit 1994 und Gutachterin in der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“.
Was bedeuten für Dich Muttermilchernährung und Stillen?
Gesundheit, Urvertrauen, Sicherheit
Wie bist Du zur Stillberatung gekommen?
Durch eigene Stillschwierigkeiten: zu wenig Milch, Mastitis
Was ist Deiner Meinung wichtig beim LKG-Stillen und bei der Elternberatung zu beachten und zu berücksichtigen?
Eltern und Fachpersonal so zu informieren, dass bei entsprechenden Voraussetzungen und intensiver Beratung und Begleitung Stillen oder zumindest Muttermilchernährung möglich ist, z. B. deren grundsätzliche Bedeutung gerade für die betroffenen Kinder, verminderte Infektionsanfälligkeit des Mittelohrs, reduzierte Schleimhautreizungen, bessere Entwicklung der Gesichtsmuskulatur, des Unter- und Oberkiefers, gute Gesichtsmotorik als Vorbereitung auf die Sprachentwicklung, erleichtertes Annehmen der Situation durch die enge Bindung, nach der Operation verbesserte Wundheilung u. a. Wichtig sind auch Hinweise, das Baby in den ersten Tagen p. p. regelmäßig an die Brust zu bringen. Die geringen, jedoch äußerst wertvollen Kolostrummengen sind ideal, um das Trinken an der Brust zu lernen (geringe Aspitationsgefahr), Pumpberatung, vor dem Anlegen bzw. Pumpen Milchspendereflex auslösen, Eltern über realistischen Zeitaufwand informieren, Etappen setzen – um nur einige zu nennen.
Welche stillfreundlichen Zufütterungsmethoden sind in diesem Falle angebracht?
Brusternährungsset, evtl. Contact-Stillhütchen
Bitte erzähle kurz eine/einige Erfolgsgeschichten zum Stillen bei Spaltfehlbildung!
Bei der letzten Stillberatung für eine Mutter und ihr Baby mit Spaltfehlbildung war es ein großer Vorteil, dass wir schon während der Schwangerschaft Gelegenheit hatten, miteinander zu sprechen. Die Mutter hatte genaue Vorstellungen, wie Stillen und Pumpen nach der Geburt und den ersten Tagen in der Klinik vor sich gehen sollte, wusste um die Bedeutung für das Baby, für sich und die Familie, um die Stillhilfsmittel (Doppelpumpe, Brusternährungsset) und den erhöhten Zeitaufwand. Da die Eltern sich darauf einstellen konnten und die entsprechende Unterstützung hatten, konnte eine gute Stillbeziehung aufgebaut werden.
Liebe Elke, vielen Dank für das Interview!
Kontakt:
Elke Sporleder, Delpweg 14, 30457 Hannover, Deutschland
Tel. +49 (0)511 / 467 164, Mobil: +49 (0)178 / 720 791 6
elke.sporleder@t-online.de
Liebe Silvia, bitte stelle Dich kurz vor!
Mein Name ist Silvia Honigmann-Gianolli. Ich bin aus der italienischen Schweiz und bin jetzt 47 Jahre alt. Ausserdem bin ich Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Seit 1989 beschäftige ich mich mit der Stillberatung: Zuerst war ich als La Leche League-Beraterin tätig, ab 1994 als Still- und Laktationsberaterin IBCLC. Seit 2002 arbeite ich an der Universitätsfrauenklinik Basel und im interdisziplinären Team zur Behandlung von Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten.
Was bedeuten für Dich Muttermilchernährung und Stillen?
Das Stillen ist einfach die natürliche und menschengerechte Form der Ernährung von Säuglingen. Das Neugeborene ist mit einer Reihe von Reflexen und Kompetenzen ausgestattet, damit es von der erste Stunde an die Brust der Mutter finden und sich ernähren kann. Die Hormone, die beim Stillen ausgeschüttet werden, helfen der Mutter dabei, ihr Kind anzunehmen und Tag und Nacht für es zu sorgen.
Zur Muttermilchernährung: Es kommt vor, dass das Stillen nicht möglich ist, z.B. weil die Mutter oder das Kind dazu nicht in der Lage sind. In diesem Fall kann die Muttermilch abgepumpt und dem Neugeborenen mit verschiedenen Hilfsmitteln verabreicht werden. Diese Ernährungsform ist der Ernährung mit industrieller Säuglingsnahrung vorzuziehen, bedeutet aber für die Mutter einen enormen Zeitaufwand. Obwohl beim Pumpen die gleichen Hormone wie beim Stillen ausgeschüttet werden, ist das Erlebnis für die Mütter dabei ein völlig anderes.
Wie bist Du zur Stillberatung gekommen?
Ich habe zuerst ein Studium in der Ernährungsberatung absolviert. In dieser Zeit lernte ich die Zusammensetzung und die Vorzüge der Muttermilch kennen und es wurde mir klar, dass ich meine Kinder möglichst mit Muttermilch ernähren werde.
Sechs Jahre später kam mein erstes Kind zur Welt, sieben Wochen vor dem errechneten Termin. Da mein Sohn zuerst zu schwach war, um selbst an der Brust zu trinken, begann ich die Muttermilch abzupumpen und er wurde mit der Sonde ernährt. Als er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, konnte er an der Flasche trinken, jedoch nicht an der Brust. Durch die Hilfe einer erfahrenen Freundin und der La Leche League gelang der Übergang von der Flasche zur Brust und wir erlebten eine schöne Stillzeit. Diese Erfahrung war für mich so prägend, dass ich mich dazu entschied, meine Zeit anderen Frauen, die Hilfe brauchen, zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist dies mein Beruf.
Welche stillfreundlichen Zufütterungsmethoden gibt es?
Es hängt in erster Linie davon ab, für wen und warum die Zufütterung notwendig ist. Ich werde deswegen nur ein paar Beispiele anführen, da die vollständige Auflistung den Rahmen dieses Interviews sprengen würde.
Für ein gesundes Neugeborenes in den ersten Tagen nach der Geburt eignen sich Löffelchen oder Becher zur Zufütterung kleiner Mengen sehr gut.
Für Neugeborene, die nach einigen Tagen an der Brust noch nicht effizient oder ausreichend ernährt werden können, müssen andere Methoden gefunden werden, die dem Neugeborenen das Saugen ermöglichen. Die zusätzliche Ernährung an der Brust mittels dünner Schläuche oder Brusternährungsset kann dabei sehr hilfreich sein.
Für Neugeborene mit bestimmten Saugproblemen kann das ‚Fingerfeeding’ sowohl eine Therapie als auch eine Ernährungsform darstellen. Diese Alternative sollte den Eltern allerdings immer von einer erfahrenen Fachperson gezeigt werden.
Welche Erfahrung hast Du mit dem Brusternährungsset (BES) gemacht?
Die Erfahrung, die ich häufig mache, ist die, dass das BES bei vielen Müttern nicht gut ankommt. Einige möchten es nicht einmal ausprobieren.
Bei den Müttern, die den Versuch doch wagen, trägt das BES häufig dazu bei, das Stillen zu ermöglichen.
Kann ein BES auch bei einer Spaltfehlbildung hilfreich sein?
Theoretisch schon – aber auch hier hängt es von vielen Faktoren ab, ob das BES hilfreich und nützlich sein kann: Möchte die Mutter mit BES stillen? Welche Vorstellung hat sie vom Stillen? Wird sie vom Partner dabei unterstützt? Wie viel Zeit und Energie kann sie in dieses „Projekt“ investieren? Welche Spaltform hat das Kind? Kann es die Brust und den Schlauch im Mund behalten? Kann es den Milchfluss herstellen?
Wie wird das BES bei Spaltfehlbildung benutzt?
Ich biete den Müttern in der frühen Wochenbettphase die Möglichkeit an, Stillmahlzeiten mit Zufütterung an der Brust auszuprobieren. Findet die Mutter die Methode praktikabel, wird sie weiter üben und vielleicht dabei bleiben, manchmal mit Ergänzung einer geeignete Flasche (z.B. Special Need) für unterwegs. Aber für manche Mütter entspricht die Zufütterung an der Brust nicht dem Bild, das sie vom Stillen haben. Deswegen möchten oder können sie diese Art der Ernährung aus verschiedenen Gründen nicht weiterführen. Last but not least – die Zufütterung an der Brust funktioniert nicht bei allen Babys mit Spaltfehlbildung.
In Eurem Krankenhaus wird ja nach dem einzeitigen Konzept operiert. Ist diese Operationsmethode, Deiner Meinung nach, unter dem speziellen Gesichtspunkt „Stillen“ ein Vorteil?
Auf jedem Fall. Die Eltern und das Kind profitieren in vielen Hinsichten vom einem interdisziplinären Beratung und Behandlungskonzept.
Bitte erzähle kurz eine Erfolgsgeschichte zum Stillen bei Spaltfehlbildung!
Da muss ich an Frau M. denken: Sie erfuhr in der 28. Schwangerschaftswoche, dass ihr Baby eine Spaltfehlbildung hatte. Bereits in der Schwangerschaft wurde sie von unserem LKG-Behandlungsteam beraten. Sie gebar ohne grosse Komplikationen den kleinen Markus. Markus hat eine Lippen-Kiefer-Spalte. Schon im Gebärsaal schaffte er es, mit ein wenig Hilfe an der Brust zu saugen. In den nächsten drei Tagen wollte Markus sehr häufig gestillt werden, weinte viel und die Situation wurde immer angespannter: Markus bekam an der Brust nicht genug Milch und verlor mehr als 10% seines Geburtsgewichtes. Eine Zufütterung wurde unumgänglich. Frau M. war traurig, dass es mit dem Stillen nicht klappte. Sie probierte gerne das BES aus und stillte damit in den nächsten Tagen. Die Situation entspannte sich, Markus bekam genug Milch, wurde ruhiger und begann an Gewicht zuzunehmen. Am sechsten Tag nach der Geburt setzte bei Frau M. die Milchproduktion ein, am zehnten Tag benutzte sie zum letzten Mal das BES. Markus wurde viele Monate voll gestillt.
Es gibt viele beeindruckende Geschichten rund um Familien mit Babys mit Spaltfehlbildung. Es ist, meiner Meinung nach, ein Erfolg, wenn ein Baby liebevoll umsorgt wird und sich wohl fühlt, wenn die Eltern und die Geschwister auch die ersten Lebensmonate geniessen können und diese nicht zu sehr überschattet werden von den vielen Sorgen um das Kind, um die Ernährung und um das Stillen, um Trinkplatten und um die bevorstehende Operation.
Das Stillen eines Babys mit Gaumenspalte oder Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalte ist häufig mit einem enormen Einsatz verbunden, der nicht immer mit der Familiensituation zu vereinbaren ist. Die Gefahr, dass die Mutter überfordert wird, ist dabei sehr gross.
Manchmal verzichtet eine Mutter auf weitere Stillversuche, ernährt ihr Kind mit abgepumpter Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Wenn sie dabei wieder lacht, ihr Kind geniesst und mit ihm eine liebevolle und tragfähige Beziehung aufbaut, dann ist auch diese eine Erfolgsgeschichte.
Liebe Silvia, vielen Dank für das Interview!
Ich glaube, dass eine gute Information und auf Wunsch, Begleitung der Mutter und das Wissen, dass Stillen eines Kindes mit LKG nicht von vornherein unmöglich ist, sehr wichtig für eine bewusste und verantwortungsvolle Entscheidungsfindung ist.
Kontakt:
Silvia Honigmann, Dipl. Ernährungsberaterin HF, Still- und Laktationsberaterin IBCLC
Universitätsspital Basel, Spitalstrasse 21, 4031 Basel, Schweiz
E-Mail: shonigmann@uhbs.ch
Liebe Márta, bitte stelle Dich kurz vor.
Mein Name ist Márta Guóth-Gumberger, nach Ausbildung und einigen Jahren Berufstätigkeit als Bauingenieurin wurde ich Still- und Laktationsberaterin IBCLC und berate stillende Mütter in freier Praxis Kontakt über: www.stillunterstuetzung.de. Besondere Erfahrungen konnte ich den Bereichen Relaktation, Stillen von Adoptivbabys und Babys mit besonderen Bedürfnissen, auch mit einer Spaltfehlbildung, außerdem mit dem Brusternährungsset sammeln. Wenn die Entfernung sehr groß ist, läuft die Beratung oft über Telefon, Email, mit Hilfe von Fotos und kurzen Videoclips und in Zusammenarbeit mit einer Hebamme oder Stillberaterin vor Ort. Ich halte häufig Vorträge und bin Autorin des Buches „Stillen“ für Mütter (zusammen mit Elizabeth Hormann), das in fünf Sprachen erschienen ist, außerdem der „Eltern-Info Stillen mit dem Brusternährungsset“ und anderer Veröffentlichungen. Eine zentrale und prägende Erfahrung in meinem Leben war das Stillen meiner drei adoptierten Kinder, wobei zwei von ihnen schwere Erkrankungen zu bewältigen hatten.
Was bedeuten Dir Muttermilchernährung und Stillen?
Die Reihenfolge würde ich umgekehrt angehen: Das Stillen ist das erste und wichtigere. Im Deutschen beinhaltet dieses schöne Wort auch, dass das Kind an der Brust der Mutter still wird, sich entspannt, sich den Armen der Mutter anvertraut. Dieses Wort drückt auch aus, dass das Stillen ein Gespräch zwischen den beiden ist, eine feine Kommunikation, eine Wechselwirkung. Dieser Dialog beim Stillen bewirkt auch, dass Bindung und Beziehung zwischen Mutter und Kind wachsen. Und so einen feinen Dialog kann es auch geben, wenn aus irgendeinem Grund nicht gestillt werden kann. Dieses zwischenmenschliche Geschehen wirkt sich auch noch lange nach der Babyzeit aus. Immer wieder konnte ich beobachten, wie viel Stress Mütter in einer Stillkrise erlebten. War diese dann vielleicht Wochen oder Monate später überwunden, beobachtete ich eine sehr entspannte Mutter-Kind-Beziehung. Gerade Mütter, die um das Stillen kämpfen mussten – nach einer Frühgeburt, nach schweren Operationen oder Vergleichbarem – waren unabhängig vom Ergebnis nach dieser Erfahrung verändert: durch diese Bemühungen wuchsen sie sehr stark in ihre Mutterrolle hinein und ließen sich ganz intensiv auf ihr Kind ein.
Muttermilch ist die andere wichtige Seite des Stillens – einzigartig und nicht nachzuahmen, Medizin, Impfung in vielen kleinen Portionen und Baustein für die Entwicklung – so kostbar, dass jeder Tropfen zählt und für das Kind einen Unterschied macht. Meine Hochachtung gilt den Müttern, die für ihre Babys Monate lang die Muttermilch durch Pumpen bereitstellen, weil das direkte Stillen aus irgendeinem Grund nicht gelingt. Und ebenso den Müttern, die sich die Mühe machen, auch eine kleine Menge Muttermilch für ihre Babys zu gewinnen. Für jede Stillberaterin ist es eine außergewöhnliche Freude, wenn Mutter und Baby nach solchen Phasen unkompliziertes direktes Stillen erreichen können.
Wie bist Du zur Stillberatung gekommen?
Es war sicherlich nicht geplant. Mir ist es geschenkt worden, dass ich Adoptivmutter von zwei neugeborenen Babys wurde und auch sofort Informationen und Beratung zum Stillen eines Adoptivkindes fand. Nach dem zweiten schrieb ich eine Broschüre über das Stillen mit dem Brusternährungsset. Ab dem Zeitpunkt riefen Mütter bei mir an … Erst Jahre später absolvierte ich dann die Ausbildung und legte das Examen als IBCLC ab.
Worum handelt es sich beim Brusternährungsset von der Firma Medela?
Das (BES) ist ein Hilfsmittel, um einem Baby während des Stillens an der Brust zusätzlich zur Milch aus der Brust weitere Milch zu geben. Das Baby hat die Brust im Mund und die zusätzliche Milch bekommt es gleichzeitig durch einen dünnen weichen Silikonschlauch. Das BES besteht aus einem Behälter, den sich die Mutter an eine Kordel um den Hals hängt und es hat zwei Schläuche, die es in drei unterschiedlichen Durchmessern gibt. Der Schlauch wird an Brust und Warzenhof angeklebt und sein Ende schließt bündig mit der Brustwarze ab.
Welche Erfahrung hast Du mit dem BES gemacht?
Wenn Adoptivmütter stillen, wird Milchbildung stimuliert und die Menge deckt einen Teil des Bedarfes des Babys. Es ist notwendig, die übrige Menge zuzufüttern und dazu ist das BES ein ideales Hilfsmittel. Ich stillte meine ersten beiden Kinder oft mit und ab und zu ohne BES und sie erhielten so alle Nahrung von und an der Brust und keine Flasche. Später, als sie immer mehr feste Nahrung aßen, brauchte ich das BES immer weniger und schließlich stillte ich sie lange ohne ein Hilfsmittel weiter, während sie am Familientisch aßen. Die starke Prägung auf die Brust durch das BES machte dies möglich und wir genossen diese Phase sehr. Das Stillen der Kleinkinder unterschied sich dann überhaupt nicht mehr von dem, was andere Mütter in diesem Alter erleben. Unser drittes Kind kam mit 10 Monaten nach sehr schweren Erfahrungen zu uns und kannte nur die Flasche. Es dauerte zwei Monate, bis er das Stillen mit dem BES lernte, und irgendwann saugte auch er ohne Hilfsmittel an der Brust. Gerade bei diesem Kind war es emotional langfristig von großer Bedeutung, dass das BES uns beiden das Erlernen des Stillens ermöglichte.
Das ist meine persönliche Erfahrung mit dem BES. Beruflich habe ich seit 1992 sehr viele Mütter beraten, die das BES benutzten. Den meisten ermöglichte das BES das Stillen zu erhalten, das erneute ausschließliche Stillen oder eine lange Stillbeziehung. Manche fanden das BES für sich nicht geeignet, manche beendeten zu einem bestimmten Zeitpunkt den Einsatz, sehr vielen verhalf es mit großem Einsatz der Mutter zum entscheidenden Durchbruch.
Kann ein BES auch bei einer Spaltfehlbildung hilfreich sein?
Grundsätzlich hat ein Baby mit einer Spaltfehlbildung – besonders wenn kein weiteres medizinisches Problem vorliegt - dieselben Bedürfnisse und Fähigkeiten zu lernen wie jedes andere Baby auch. Daher hat es eine große Bedeutung, was das Baby zuerst lernt und über viele Wochen und Monate einübt. Es ist eine große Hilfe, wenn die erst Erfahrung im Mund die Brust der Mutter ist und wenn in den Tagen und Monaten danach die Prägung auf die Brust erhalten bleibt, weil das Baby an der Brust satt wird. Saugbewegungen an der Brust lernt und erhält sich das Baby, indem es genau das oft macht. Und weil bei einem Baby mit einer Spalte Zufüttern zumindest zeitweise, meist langfristig notwendig ist, ist es sehr vorteilhaft, wenn dies geschieht, während das Baby an der Brust angelegt ist. Genau das ermöglicht das BES. Ich beobachtete die Auswirkung des BES über viele Jahre bei Babys, die aus einem anderen Grund als eine Spalte eine Zufütterung brauchten und vermute, dass diese positiven Auswirkungen grundsätzlich auch bei einer Spalte möglich sind. Allerdings befinden wir uns diesbezüglich sicherlich noch im Experimentierstadium.
Wie wird das BES bei Spaltfehlbildung benutzt?
Wird das BES bei einer Spalte so eingesetzt wie bei einem Baby ohne Spalte, erleben Mutter und Kind Frust. Und das ist wahrscheinlich der Grund, warum das BES bei Spalten bislang nicht öfter eingesetzt wurde. Der Grund ist der folgende: Das Baby erhält immer dann Milch in rhythmischen Spritzern aus dem BES, wenn es Sog im Mund erzeugt. Genau das kann das Baby mit einer Spalte nicht. Deswegen muss man das BES im Fall einer Spalte so einsetzen, dass die Milch in einer angemessenen Geschwindigkeit von selbst aus dem Schlauch in den Mund tropft. Ich habe diesbezüglich einiges experimentiert, mit dickeren Schläuchen, hoch hängendem Behälter; das Ergebnis war jedoch nicht richtig zufriedenstellend, was Handhabung und Reinigung anbelangt. Eine Familie mit einem Baby mit einer Spalte hat dann eine andere Lösung ausgedacht und erfolgreich ausprobiert (ein großes Danke an diese Familie, auch für die Fotos): Mit einer Nähnadel sticht man ein winziges Loch in den erhobenen Buchstaben „a“ auf dem Behälter, das der Belüftung dient. Dadurch lässt sich das Loch allein durch Tasten finden. Beide Schläuche werden an einer Seite angeklebt. So tropft die Milch stetig. Durch verschiedene Schlauchdicken und Abklemmen eines Schlauches kann die Tropfgeschwindigkeit je nach Bedarf variiert werden. Wenn man das Loch mit dem Finger zuhält und auf den Behälter drückt, erhält das Baby einen Strahl Milch zur Ermutigung.
Zusätzlich schlage ich vor, entgegen der sonst üblichen Empfehlungen die beiden Schläuche dort anzukleben, wo die Zunge des Babys ist und nicht oben, wo die Spalte ist. Außerdem kann es vorteilhaft sein, das Anlegen nach den Vorschlägen von Rebecca Glover im Buch „Supporting Sucking Skills in Breastfeeding Infants“ von Catherine Watson Genna zu probieren: Brustwarze nicht gegenüber dem Mund, sondern gegenüber der Nase des Babys, gute Unterstützung am Schultergürtel, Kopf etwas im Nacken, Kinn und Unterlippe berühren zuerst die Brust etwa 4 cm unterhalb der Brustwarze, ein Finger hilft eventuell nach, damit die Brustwarze in den Mund rutscht. Ein festes Stillkissen zum Umschnallen kann auch einen Unterschied machen, da die Mutter ihre dringend benötigten Hände frei hat. Für den Alltag sind ein Haken für das BES und ein einfacher Ablauf für die Reinigung sehr wichtig.
Nach der Operation ist es ein großer Vorteil, wenn das Baby gewohnt ist, an die Brust zu gehen. Die weiche Brust darf es sehr bald im Mund haben, feste Sauger oft nicht. Außerdem kennt es dann die Brust als Quelle der Entspannung, eine große Hilfe, um das Baby trösten zu können. Nach der OP wird weiter mit dem BES mit Loch gestillt, später kann das Loch zugeklebt und die Schläuche an beiden Seiten angeklebt werden, wenn das Baby sozusagen aus Zufall die Erfahrung macht, ein Vakuum zu bilden. Erst der nächste Schritt ist direktes Stillen ohne Hilfsmittel und das Pumpen kann dann allmählich abgebaut werden.
Beim VELB-ILCA Kongress 2008 in Wien stellte ich diese Art des Einsatzes des BES im Fall einer Gaumenspalte das erste Mal vor, eine Beschreibung wurde im Kongressband veröffentlicht.
Bitte erzähle kurz Erfolgsgeschichten zum BES bei Spaltfehlbildung.
In der Familie, die als erste mit dem BES mit Loch experimentierte, wurde das Baby mit LKG-Spalte über Monate ausschließlich mit Muttermilch mit dem Haberman-Feeder ernährt und gelegentlich angelegt. In einem ausführlichen Telefonat wurde der Mutter die Prägung auf die Brust durch das BES klar, sie stellte um und etwa vier Wochen lang erhielt das Baby die gesamte gepumpte Muttermilch mit dem BES mit Loch. Etwa mit einem halben Jahr wurde der Gaumen verschlossen. Zwei Wochen nach der OP wurde dieses Baby ausschließlich gestillt und später neben fester Kost weit in das zweite Lebensjahr.
Im Moment begleite ich eine Mutter mit drei Kindern im Alter von 3 und 1 ½ Jahren und wenigen Wochen. Das ausschließlich mit Muttermilch ernährte Neugeborene hat eine LKG-Spalte. Meist wird es mit dem Haberman-Feeder ernährt und ein bis zweimal pro Tag mit dem BES mit Loch gestillt. Es war beeindruckend zu sehen, wie das Baby nur kurz an der Brust blieb, dann aber mit dem BES ausdauernd an der Brust arbeitete und regelmäßig schluckte.
Diese Berichte ermutigen, in diese Richtung weiter zu experimentieren. Aber wir benötigen weitere Erfahrungen. Nina Lindberg und Elisabeth Tufte berichten auf ihrer neuen DVD von positiven Erfahrungen beim Stillen bei LKG-Spalte und Zufütterung mit dem Becher. Wie die Ernährung und das Stillen bei einem Baby mit einer Spalte ablaufen kann, hängt sicher von vielen individuellen, auch anatomischen Faktoren ab und auch von der gesamten familiären Situation, in der die Familie den für sie passenden Weg finden muss. Wir dürfen solche Erfahrungen nicht zum Maßstab machen. Der große Einsatz der Familien für die Ernährung und das Wohlbefinden ihrer Kinder mit einer Spalte verdient unabhängig vom Ergebnis sehr große Anerkennung. Falls wir unrealistische Erwartungen wecken, das Stillen eines Babys mit LKG-Spalte würde einfach gelingen können, könnte die Mutter denken, es läge an ihr, wenn sie es individuell anders erlebt, das ist aber nicht der Fall. Andererseits, nur wenn die Mutter es probiert, können beide positive Erfahrung machen.
Sicher ist, dass die Familie wirklich alle Unterstützung benötigt, vor allem praktische Unterstützung. Meine Vision ist, dass für Familien mit einem Baby mit LKG automatisch Haushaltshilfe und eine spezialisierte Still- und Ernährungsberatung finanziert wird; dass mehrere Stunden langer Hautkontakt nach der Geburt, viel Hautkontakt in den ersten Tagen und viel Saugerfahrung an der Brust der Mutter selbstverständlich werden; und dass eine hervorragende Beratung zur Entleerung von Hand und mit der Pumpe automatisch zur Verfügung steht.
Liebe Marta, vielen Dank für das Interview!
Ich hoffe, dass das Interview Eltern motiviert das BES vermehrt zu benutzen, damit betroffene Babys in den Genuss kommen, die Mutterbrust statt eines Gummisaugers im Mund haben zu dürfen.
Kontakt:
Márta Guóth-Gumberger IBCLC, Neue Heimat 5a, 83024 Rosenheim, Deutschland
Tel. +49 (0)8031 / 892 185
E-Mail: guothgum@bnro.de
www.breastfeeding-support.de
www.stillunterstuetzung.de
Interview mit IBCLC Cornelia Kastaun zum Thema motivierende Stillberatung in besonderen Situationen
Interview mit IBCLC, Hebamme und Trageberaterin Anja Lohmeier
Das Stillen bei Spalte ist wirklich eine Herausforderung und mit viel Geduld verbunden. Aber die Kinder profitieren sowohl vom Teilstillen (Muskelaufbau) als auch von den immunologischen Vorteilen der Muttermilch.
Stillen ermöglicht eine ganz enge Beziehung zum Kind, die bei einem besonders aussehenden Kind tragend für das ganze Leben ist.
Christa Herzog-Isler | Anna Rockel-Loenhoff | Elke Sporleder
Silvia Honigmann | Márta Guóth-Gumberger | Weitere Interviews
Die Spalte hat keine Auswirkungen auf den Geburtsverlauf. Begleitprobleme sind nahezu unbekannt.
Vorteile der Hausgeburt: Das Verbleiben in der häuslichen Umgebung fördert die Gesundheit (Senkung des Krankheitsgefühls).
Das Stillen hängt stark davon ab, wie sehr die betreuende Hebamme selbst daran glaubt, dass es geht.
Muttermilchernährung und Stillen, das bedeutet Gesundheit, Urvertrauen und Sicherheit.
Es ist gut, wenn sich Eltern schon vor der Geburt mit den Abläufen des Stillens und Fütterns bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vertraut machen können.