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Stillen bei Spalte

Eine Mutter kann selber entscheiden, ob sie stillen möchte oder nicht, aber wenn sie es nicht schafft, weil sie keine kompetente Hilfe gehabt hat, wird sie immer das Gefühl der Unfähigkeit und der Trauer in sich haben. Sie wird sich fragen, was gewesen wäre, wenn sie andere Leute getroffen hätte.

Allgemeine Informationen

Ich möchte Sie darüber informieren, dass ich das Wort "Missbildung” nicht gebrauche, sondern das Wort „Fehlbildung“ bevorzuge! Des Weiteren ist der Gebrauch veralteter Ausdrücke aus dem Tierreich, wie "Hasenscharte“ und "Wolfsrachen“ fehl am Platze.

Eine gesunde und natürliche Ernährung ist sehr wichtig für die Gesundheit, besonders zu Beginn eines Lebens, wo das Baby auf ein einziges Nahrungsmittel angewiesen ist.

Ein Baby, welches nicht in einer natürlichen Umgebung, zu Hause oder zumindest in einem Geburtshaus, sondern im Krankenhaus geboren ist, ist der dortigen Stationsroutine ausgesetzt, die sehr schädlich, was seine natürlichen Bedürfnisse betrifft, sein kann. Falsche Schritte können die Mutter-Kind-Bindung und das Stillen negativ beeinflussen.

Ein Widerspruch, wenn man bedenkt, dass ein Krankenhaus sich für die Gesundheit mit all seinen Aspekten einsetzen sollte.

Besonders was eine normale Geburt angeht, sollte jede Intervention von außen minimal gehalten werden. Es wäre schön, wenn sich daher noch mehr Krankenhäuser der WHO & UNICEF Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ anschließen würden.

WHO und UNICEF haben im Rahmen der Baby-Friendly Hospital Initiative die "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen" definiert, welche als Mindestanforderungen und somit als weltweit gültige Qualitätskriterien für die Auszeichnung stillfreundlicher Spitäler gelten.

1. Das gesamte Personal, welches an der Pflege von Mutter und Kind beteiligt ist, erhält schriftliche Richtlinien zur Förderung des Stillens

2. Das Personal erhält regelmässig Gelegenheit zur Aus- und Fortbildung, um die Richtlinien erfüllen zu können

3. Alle schwangeren Frauen werden über Vorteile und Praxis des Stillens informiert

4. Den Müttern wird ermöglicht, ihr Kind innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt anzulegen

5. Den Müttern wird gezeigt, wie sie erfolgreich stillen können, auch wenn sie zeitweise von ihrem Kind getrennt sind. Mütter von Frühgeborenen, kranken und behinderten Neugeborenen (die noch nicht an der Brust saugen können) erhalten spezielle Hilfe zur Förderung des späteren Stillens

6. Säuglinge, die gestillt werden, erhalten nur dann zusätzliche Nahrung, wenn die Muttermilch den Bedarf des Kindes nicht zu decken vermag

7. Das System des Rooming-in erlaubt Mutter und Kind, Tag und Nacht zusammen zu sein; die Geburtsklinik gewährleistet dieses System

8. Das Stillen wird dem Rhythmus des Kindes angepasst

9. Saughütchen, Saugflaschen und Schnuller werden in den ersten Tagen nach der Geburt vermieden, später nur bei Notwendigkeit eingesetzt

10. Die Stillberatung hört nach dem Verlassen des Spitals nicht auf. Deshalb sollen die Kontakte zu Stillgruppen, Hebammen, Stillberatungs- und Mütter-/Väterberatungsstellen gepflegt und die Mütter auf diese Hilfen aufmerksam gemacht werden

www.allaiter.ch/de/bfhi/steps.html

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